Spitzschlammschnecke - Lymnaea stagnalis

 

Diese Schnecke zählt zu meinen Lieblingen. Die erste hatte ich im 60er wahrscheinlcih durch Pflanzen eingeschleppt und ich war ganz fasziniert von dem hübschen, schimmernden Körper und den "Hörnern", die sie statt der grazielen, dünnen Fühler der anderen mir bekannten Schnecken hat. Leider war es nur eine, so dass keine chance auf Nachwuchs bestand. In der drta las ich dann, dass Marion P.-B. auch Schlammschnecken pflegt und so bekam ich die Woche drauf ein Päckchen mit einigen ihrer Schlammis damit meine einzelne mal Gesellschaft bekam (und hoffentlich auch Nachwuchs). Leider wurde daraus nichts, weil sie ungefähr 4-5 Monate nachdem sie bei mir eingezogen war (ich hatte sie von klein auf; Lebenserwartung also bei höchstens einem halben Jahr) verstorben ist. Den anderen Schlammis in dem Becken geht es weiterhin gut, allerdings habe ich dort keinen Nachwuchs von denen. Mittlerweile denke ich, dass die Guppys oder Platys die kleinen Schlammis fressen.

In meinem später eingerichteten 80er habe ich kurz nach der Einrichtung mit Freude entdeckt, dass an den Pflanzen anscheinend auch Laich von Schlammis klebte. Denn eingesetzt hatte ich nur Nöppis und Posthornschnecken. In diesem Aquarium sind abgesehen von den Schnecken (auch Apfelschnecken) nur ein Trupp Corydoras aenus und einige L 134 und keine weiteren Fische. Hier vermehren sich die Schlammschnecken sehr gut, was mich fast noch mehr freut ist die Tatsache, dass ich anscheinend eine albinotische Art habe, denn man sieht deutlich rote Augen. :-)

Nun zu der Beschreibung: Die Spitzschlammschnecke ist in Europa beheimatet (Teiche und Tümpel) und übersteht somit auch sehr niedrige Temperaturen problemlos. Nach eigener Erfahrung vertragen sie ohne weiteres Temperaturen bis 28° C. Sie fressen Algen, Futterreste und natürlich auch Gemüse. Sie werden bis zu 2 cm groß und sind bränlich bis grau mit dunkelgrauen bis fast weißem Fuß. Sehr interessante Tiere!