L 134 - Peckoltia

Dieser wunderschöne Wels stammt aus dem Río Tapajós in Brasilien. Der Río Tapajós ist ein Klarwasserfluss in Brasilien, d. h. das Wasser ist so sauber, dass man es mit destiliertem Wasser vergleichen kann. Der PH Wert liegt bei 6 oder noch tiefer und die Temperatur ist mit teilweise bis zu 30° C. relativ hoch. Die Welse sind sehr sauerstoffbedürftig, deshalb ist eine gute Oberflächenbewegung und vielleicht sogar ein Sprudelstein sinnvoll. Bei ähnlichen Bedingungen wie in ihrem Heimatbiotop lassen sich diese Welse gut vermehren, wie sich bei Roland Kipper herausgestellt hat. Nur die Aufzucht der Junge bereitet teilweise noch Probleme.

Zuchtbericht von Rolo

Ich habe von Rolo vier seiner Nachzuchten bekommen. Sie sind jetzt (April 03) 5-6 cm groß und bewohnen bei mir das 80er zusammen mit einigen C. aenus. Da ich das Aquarium extra für die Kleinen und die Corys eingerichtet habe, habe ich als Bodengrund Sand genommen und das Aquarium mit viel Wurzelholz ausgestattet. Es ist gut bepflanzt und wird mit einem über Eck eingebauten Hamburger Mattenfilter (HMF) gefiltert. Die Temperatur lag anfangs bei 28° C., allerdings war mir der Temperaturabfall bei den Wasserwechseln zu hoch, deswegen habe ich die Temperatur langsam auf 26° C. heruntergefahren. Die Kleinen kommen damit hervorragend zurecht und sind sogar noch aktiver. Wöchentlich (manchmal auch zweimal in der Woche) werden 50% des Wassers ausgetauscht und durch ein Gemisch aus vollentsalztem Wasser und Leitungswasser ersetzt. Die genauen Wasserwerte stehen unten.

Die Kleinen fühlen sich augenscheinlich sehr wohl. Sie sind sehr aktiv im Aquarium unterwegs; von allen meinen Welsen sehe ich sie am häufigsten. Jeder von ihnen hat ein kleines Revier besetzt, das auch vehement verteidigt wird. Diese Reviere werden aber auch mal ausgetauscht.

Gefressen wird eigentlich alles, was ihnen so vor die Nase kommt. Allerdings scheinen sie es mit Grünfutter nicht so zu haben; Gurke wird verschmäht und die Grüntabs liegen teilweise noch am nächsten Morgen im Aquarium oder werden von den Schnecken gefressen. Bei mir bekommen sie (natürlich nicht alles auf einmal) untergetauchtes Flockenfutter (sonst schwimmt es), Granulat von Sera, FD Tabs von JBL, Tetra Tabi Min, Sera Wels-Chips und natürlich Frostfutter; erstaunlich finde ich, dass die Kleinen sehr gerne rote Mückenlarven fressen. Auch Algen scheinen ihnen zu schmecken. Ich beobachte oft, dass einer der Peckoltia eifrigst eine Schnecke "ablutscht"; ich vermute er frisst dann die Algen vom Gehäuse. Viel Wurzelholz ist für sie unbedingt notwendig, denn sie hängen während der Ruhepausen ausschließlich am Holz und fressen daran rum.

Bisher sind die Geschlechter noch nicht ersichtlich, aber ich denke bei vier Tieren ist die Wahrscheinlichkeit mindestens ein Pärchen dabei zu haben sehr groß. Mal abwarten, wie sie sich im nächsten Jahr entwickeln; wenn der erhoffte Nachwuchs sich einstellt, folgt natürlich ein Zuchtbericht.

 

Meine Haltungbedingungen:

PH

6-6,25

GH

4-5°

KH

0-1,5°

Temperatur

26-28° C.

Größe

ca. 10 cm

Futter

Flockenfutter,
Futtertabletten mit FD-Anteil,
Granulat,
Frostfutter vor allem rote Mückenlarven,
Holzwurzeln

Lebensweise

einzeln, paarweise, Gruppe

Aufwand

mittel

Bereich

unten

Zucht

schon öfter geglückt,
Aufzucht der Jungtiere schwierig

Haltung

ab 80 cm Kantenlänge (zur Zucht auch paarweise im 60er)
dichte Bepflanzung
Versteckmöglichkeiten, Höhlen
Holzwurzeln
Bodengrund: feiner Kies oder Sand

Hinweis

Holzwuzeln müssen unbedingt vorhanden sein,
sehr sauerstoffbedürftig